Bienen spielen eine zentrale Rolle in unseren Ökosystemen. Beim Sammeln von Nektar und Pollen bestäuben sie zahlreiche wild wachsende und kultivierte Pflanzen. Ohne sie würden Erträge von Früchten, Gemüse und Samen stark sinken – mit direkten Folgen für die Biodiversität und unsere Ernährung. Ein Bienenvolk ist in drei Kasten organisiert: die Königin als einzig fruchtbare weibliche Biene, die Eier legt; die Arbeiterinnen als unfruchtbare Weibchen, die alle Aufgaben übernehmen (Larven füttern, den Stock belüften, den Eingang verteidigen, Nahrungsquellen erkunden); und die männlichen Drohnen, deren Hauptaufgabe die Fortpflanzung ist.
Die Kommunikation der Bienen ist bemerkenswert: Mit dem „Schwänzeltanz“ teilen sie Richtung und Entfernung von Futterquellen mit. Ausserdem verwandeln sie Nektar mithilfe von Enzymen und Verdunstung in Honig, den sie in Wabenzellen aus Wachs für den Winter einlagern.
Heute stehen Bienen vor vielen Bedrohungen: Lebensraumverlust, Pestizide, Parasiten (wie die Varroa-Milbe), Krankheiten und die Folgen des Klimawandels. Jede und jeder kann helfen: heimische, nektarreiche Pflanzen setzen, im Garten wilde Ecken stehen lassen, auf chemische Mittel verzichten, Imkerinnen und Imker unterstützen und Honig aus nachhaltiger Produktion bevorzugen. Bienen zu schützen heisst, das Leben zu schützen.
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